AVM FRITZ!OS 6.90 veröffentlicht

Für die beiden Fritz!Box Modelle 7560 und 7580 ist die offizielle Firmware 6.90 inkl. WLAN Mesh Funktionalität veröffentlicht worden.

Für meine 7490 wurde noch mal eine Laborversion veröffentlicht, welche absolut sauber bei mir läuft und enorm im WLAN Bereich was gebracht hat.

Für die AVM FRITZ!WLAN Repeater und FRITZ!Powerline Adapter ist ebenfalls die finale Version 6.90 verfügbar.

Netzwerkumgebung

Repeater

Repeater Version

[UniFi] Änderung der Sprache auf Deutsch in der Controller Software

Mich hat es zwar nie gestört, aber auf den für diese Webseite gemachten Screenshots ist mir immer aufgefallen, das die Bildschirmtexte immer in Englisch sind. Ich persönlich finde es zwar produktiver, da ich mich hier schneller zurecht finde (ich mag zum Beispiel überhaupt kein deutschsprachiges BIOS, da finde ich nix…).

Wer möchte, anbei kurz eine Anleitung anhand des UniFi Cloud Key, wie man auf Deutsch umstellen kann.

Nach dem öffnen der Konfigurationsoberfläche klickt man oben rechts auf den eigenen Benutzernamen und wählt den ersten Eintrag „Preferences“ und wählt dann unter „Language“ den Eintrag „Deutsch“. Wer möchte, kann dann auch gleich noch auf das 24 Stunden Format und die passende Datumsanzeige im Format DD.MM.YYYY umstellen.

Konfigurationsoberfläche

Benutzername

Preferences

Auswahl Sprache

durchgeführte Änderungen

deutsche Menütexte

Einrichtung eines WLAN Gastnetzwerkes bei UBIQUITI UniFi

Gestern war privater Besuch bei mir, und der wollte Internet Zugang haben, worauf ich dann erstmal gar nicht vorbereitet war. Ein Gastzugang hatte ich auf der Fritz!Box eingerichtet, aber die ist derzeit noch nicht wieder aktiv (Stichwort BETA Version, MESH und IP-Client Modus). Also gab ich auf die schnelle mit eigenes WLAN Passwort, aber ich mag nun mal keine Fremdgeräte in meinem Netzwerk, vor allem nicht mit Android.

Also war die heutige Aufgabe die Einrichtung eines WLAN Gastzuganges über die noch immer vorhandene UBIQUITI UniFi Infrastruktur.

Dazu meldet man sich als erstes auf der Weboberfläche des UniFi Controller (oder Cloud Key) an und wählt den Menüeintrag „Wireless Networks“.  Nun vergebe ich ein Name für das zu erstellende Wireless Netzwerk, in meinem Beispiel „DownPower-Gast“, desweiteren wird es eingeschaltet („Enable this Wireless Network“), mache das Netzwerk komplett offen (die Sicherheit wird über den nächsten Punkt realisiert!), und aktiviere das Gastportal für die Anmeldung am Netzwerk. Da die Gastgeräte in einem eigenen IP Adressbereich sein sollen und meine vorhandenen Geräte gar nicht erst sehen sollen, arbeite ich mit der Funktion VLAN, habe ich als Zuordnung die Zahl 50 gewählt. Was man hier einträgt ist egal, ist muss nur nachher mit dem Eintrag VLAN im Menüpunkt „Networks“ übereinstimmen.

Wireless Networks

Das ganze dann mit SAVE übernehmen.

Der nächste Menüpunkt ist „Networks“, hier legen wir die IP Einstellungen für das Gastnetzwerk fest.

Networks

Der Bezeichnung des Netzwerks ist frei gewählt, als Netzwerktyp muss „Guest“ ausgewählt sein. Wichtig ist, im Feld VLAN den gleichen Wert wie im vorherigen Menüpunkt einzugeben.

Unter Gateway/Subnet erfolgt die Festlegung des zu verwendeten Netzwerkes, ich wählte hier die 192.168.188.1/24 (das Heimnetzwerk läuft bei mir auf der 192.168.178.1/24).

Der „DHCP Range“ Bereich ist wieder frei zu vergeben, ich halte 50 Adressen für mehr als Ausreichend. Zum Schluss wieder mit SAVE die Einstellungen übernehmen.

Der nächste Menüpunkt ist nun „Guest Control“. Hier wird festgelegt, wie sich die Geräte mit den Netzwerk verbinden dürfen, und bietet im Nachhinein einige sehr interessant Ansatzpunkte.

Als erstes muss das Gastportal eingeschaltet werden („Enable Guest Portal“). Dann legen wir fest, das die Anmeldung mit einem einfachen Passwort  erfolgen soll, und legen dieses fest („Guest Password“), und wie lange damit der Zugang möglich sein soll („Expiration“).

Ganz unten habe ich mein eigenes Heimnetzwerk noch mit eingetragen, das dieses vom Gastnetzwerk aus gesperrt ist.

Guest Control

Diesmal gibt es kein SAVE, die Einstellungen werden mit APPLY CHANGES übernommen.

Wer das ganze nicht mit einem einzigen Passwort absichern möchte, kann dies auch mit Codes realisieren. Das wählt man unter „Authentification“ nicht „Simple password“, sondern den Eintrag „Hotspot“. Unter Hotspot -> Vouchers wird diese Funktion nun aktiviert.

Hotspot

Etwas leicht versteckt und somit zu übersehen ist der Punkt „GO TO HOTSPOT MANAGER“ hinter dem Punkt HOTSPOT.

Hotspot Manager

Links am Rand, der zweite Eintrag von unten, ist das Feld für die Zugangscodes („Vouchers“).

Neue Zugangscodes werden nun mit „+CREATE VOUCHERS“ erzeugt.

Create Vouchers

Hier gibt es wieder einige Einstellungen, die man nach dem persönlichen Bedarf anpassen kann.

  • Wieviel Codes sollen erzeugt werden?
  • Sollen diese Einmal oder Mehrfach verwendet werden ?
  • wie lange soll die Gültigkeit sein ?
  • soll es Beschränken im Download, Upload und Übertragungsmenge geben ?

Ist habe z.B. mal zwei Gutscheine für 2 Stunden Nutzung mit einer Begrenzung von 1MBit für Down- und Upload erstellt.

Codes

Diese können nun ausgedruckt werden, und bei Bedarf an die entsprechende Person gegeben werden.

Druckvorschau

Der letzte Menüpunkt ist „User Groups“ und eigentlich Optional.

Hier kann festgelegt werden, welche Geschwindigkeit den Gästen im Internet zur Verfügung steht. Der hier gewählte Gruppenname muss wieder mit den Einstellungen unter Wireless Networks -> Advanced Options -> User Groups identisch sein.

User Groups

 

Aufbau eines WLAN Heimnetzwerkes mit UBIQUITI UniFi Produkten

Ein „Leben“ außerhalb von Produkten des Herstellers AVM konnte ich mir bisher nicht wirklich vorstellen, wozu auch, konnte und kann ich doch mit diesen Produkten ein Netzwerk einfach und zugleich sicher Einrichten, Konfigurieren und warten.

Leider hatte ich Privat das Problem, das ich bezüglich WLAN Reichweite und Geschwindigkeit nicht wirklich zufrieden war. Als „Zentrale“ dient eine Fritz!Box 7490, und zusätzlich verwendete ich noch einen FRITZ!WLAN Repeater 1750E. Zwischen beiden liegen drei Meter Luftlinie und eine Betonwand (ca. 20cm), und schon hatte ich nur noch bescheidenden Empfang, womit ich die ganze Zeit nicht wirklich glücklich wurde.

Ein Repeater dient zur Ergänzung der vorhandenen WLAN Reichweite, leider lässt der Datendurchsatz damit massiv nach. Soll dann noch eine größere Strecke damit überbrückt werden, erhält der erste Repeater von den gesendeten 100% nur noch 75%, der nächste dann aber nur nur 50%, und das genutzte Endgerät bekommt 25% der Datenrate.

Als Nachfolgetechnik gelten hier WLAN Adapter mit MESH Technologie. Hier kommunizieren die WLAN Adapter auch untereinander, jeder der Gerät erhält hier die vollen 100% Leistung, und fällt einer aus, ist trotzdem noch eine Verbindung über die verbleibenden Adapter möglich.

Anbei eine kleine Übersicht, welcher Hersteller mit welchem Produkt vertreten ist (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Das Produkt AMPLIFI war bereits relativ früh am Markt vertreten, so das ich dieses System bereits mehrfach installieren konnte. Das erhältliche Grundset enthält eine kleine Box, welche als Steuereinheit gilt und per LAN Kabel in ein bestehendes Netzwerk eingebunden wird (ein entsprechender Router samt DHCP Server wird somit benötigt!). Dazu gibt es zwei WLAN Mesh Points, welche direkt in eine vorhandene Steckdose gesteckt werden. Die Ersteinrichtung erfolgt mit einer App, welche für IOS und Android erhältlich ist. Zusätzlich kann z.B. ein WLAN Gästenetzwerk konfiguriert werden, welches dauerhaft aktiviert ist, oder nur für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung steht.

AmpliFi WiFi
AmpliFi WiFi
Entwickler: Ubiquiti Networks
Preis: Kostenlos
AmpliFi WiFi
AmpliFi WiFi
Preis: Kostenlos

Der Hersteller UBIQUITI war mir daher bereits vorab bekannt. Auf der diesjährigen CEBIT hatte ich zudem die Möglichkeit, mit einem Vertreter der Firma persönlich zu sprechen, und mir ausführlich das Portfolio erläutern und zeigen zu lassen.

Der Hersteller bietet vielfältige Netzwerkprodukte aus dem professionalen Bereich zu bezahlbaren Preisen an. Angefangen von WLAN Produkten über Netzwerk Switchen, weiter zu Netzwerk Kameras, Outdoor Antennen, Security Gateways und VOIP Telefonen ist eigentlich alles vertreten.

Da sich mir die Möglichkeit bot, einige wenige Produkte des Herstellers Ubiquiti einmal persönlich zu testen, habe ich die Chance mal genutzt und die entsprechende Infrastruktur einmal probeweise aufgebaut und ausgiebig getestet.

[UPDATE Juli 2017]
Danke AVM, hättet ihr damit ein paar Wochen vorher kommen können?!?! 🙂

Für die Fritz!Box Modelle 7490, 7580 und 7590 ist eine neue Laborfirmware (Beta !) erhältlich, welche in Zusammenarbeit mit dem FRITZ!WLAN Repeater 1750E und/oder den FRITZ!Powerline Adaptern 1240E, 546E und 540E ein MESH Netzwerk aufbauen kann.

Ein erster Schnelltest inkl. Update vom 07.07.2017 brachte aber auch damit nicht den gewünschten Erfolg und Geschwindigkeit.
[UPDATE ENDE]

[UPDATE 15.07.2017]
Mit Datum 14.07.2017 wurde die nächste Laborversion für MESH Funktionalität veröffentlicht, somit werde ich zeitnah diese Version erneut testen.
[UPDATE ENDE]

[UPDATE #2 15.07.2017]
Die neueste Laborversion ist endlich Installiert, hatte einige Probleme, danach den Repeater 1750E wieder als Mesh Gerät mit der 7490 zu verbinden. Hab da aber schon eine Vermutung, auch warum die anderen AVM Geräte (DECT Repeater und Telefon) sich nur schwierig verbinden ließen. Jetzt ist alles gut, Verbindungstest folgt…
[UPDATE #2 ENDE]

[UPDATE #3 08.08.2017]
Die nächste Laborversion ist veröffentlicht worden, und auch bereits installiert. Läuft gut und stabil, jedoch gibt es derzeit ein Manko, was mich am weiteren Testen etwas hindert: die Fritz!Box 7490 läuft bei mir im IP-Client Modus hinter der USG, und in dieser Betriebsart läuft WLAN MESH (derzeit noch?) nicht.
[UPDATE #3 ENDE]

Da mein Internet vom Kabelanbieter PRIMACOM zur Verfügung gestellt wird, habe ich vom Anbieter auch das passende Modem erhalten. Hier handelt es sich um ein THOMSON TC7200, welches nur als reines Kabelmodem konfiguriert ist, nicht als Router (BRIDGE Modus an).

Folgende Geräte befinden sich bei mir z.Z. im Einsatz:

zusätzliche Bezugsquelle: https://www.ip-sa.com.pl/

Nun mag der Gesamtpreis abschrecken, geht man jedoch davon aus, das eine Fritz!Box 7490 ca. 249 Euro kostet, und die Ubiquiti Komponenten Switch und Cloud Key optional sind, so hat man die gleiche Preislage für beide benötigten Produkte (Security Gateway und Access Point).

Was macht nun den Unterschied zwischen beiden Herstellern aus?

Zuerst einmal die Software, die UniFi Controller Software, welche für Windows, OSX und DEBIAN/UBUNTU erhältlich ist.

Das Programm installiert lokal auf dem PC eine JAVA Komponente, danach kann mittels Browser über eine Weboberfläche das komplette Gerät konfiguriert werden. Steht mehr wie ein UniFi Gerät zur Verfügung, so benötigt man trotzdem nur dieses eine Programm, ALLE Komponenten sind darüber zugänglich.

Ubiquiti Manager

Nach dem Login erhält man dieses Fenster. Links am schwarzen Rand sind die einzelnen Funktionsfelder zum auswählen, im großen Bereich ist die Gesamtübersicht zu sehen.

Die beiden schwarzen Fenster zeigen den Status und den aktuellen Datendurchsatz der Internetverbindung an. Die beiden grünen Kreise dahinter zeigt die Anzahl der verwendeten UniFi Geräte an, aufgeteilt nach WAN (Security Gateway), LAN (Switch) und WLAN (AC PRO).

In der Statistik darunter wird angezeigt, wie viel Datenverkehr in den letzen 24 Stunden war, und wie viel Geräte per WLAN verbunden sind.

Ganz unten gibt es dann nochmal eine Übersicht, wie viel UniFi Geräte im Netzwerk sind, die Anzahl der vorhandenen Clients und den aufgezeichneten Datenverkehr.

Und da kommt mein Fallstrick: Der Datenverkehr (DPI -> Deep Packet Inspection) wird nur aufgezeichnet, wenn die UniFi Controller Software läuft. An sich kein Problem, der kann als Dienst ja im Hintergrund aktiv sein, nur muss es auf einem PC System sein, welcher immer an ist. Ich bin zum Anfang davon ausgegangen, das die Zählung innerhalb des Security Gateway Gerätes erfolgt, und die Controller Software die Daten nur ausliest und anzeigt. Leider nicht…

Da mein  Server mit UBUNTU im Dauereinsatz ist, habe ich die Software darauf installiert, ohne Probleme. Aber auch der wird gelegentlich mal neu installiert, und ob gerade ich immer daran denke, die Konfiguration vorher noch zu sichern….. 🙁

Eine dazu entsprechende Lösung bietet Ubiquiti in Form des UniFi Cloud Keys selbst an. Dies kleine Stückchen Hardware wird per ca. 10cm mitgelieferten Netzwerkkabel mit dem Switch verbunden, und benötigt zusätzlich noch ein externes 5V Netzteil mit Micro USB Stecker, z.B. wie vom Handy oder Raspberry Pi. Das wiederum fand ich Tüdelkram, daher zusätzlich noch den UniFi Switch. Dieser besitzt bis zu vier Ausgängen mit POE Funktionalität (über das  Netzwerkkabel wird auch die für das angeschlossene Gerät benötigte Spannung zur Stromversorgung übertragen), somit habe ich nur den Cloud Key an den Switch am POE Port angeschlossen, und er läuft nun ohne externe Stromversorgung.

Switch POE inkl. Verbrauch

Status des UniFi Switches, auf Port 7 ist als POE Verbraucher der Access Point, auf dem Port 8 arbeitet der Cloud Key.

 

Im Lieferumfang des Gerätes ist eine 8GB microSD Karte enthalten als Speichermedium für die gesamten (Transfer-)Daten.

 

Cloud Key

Daher auch die oben erwähnte Aussage, das Cloud Key und der Switch optional sind, und zumindest für mich persönlich die Konfiguration und Einrichtung bzw. Wartung erleichtern, für den reinen Einsatz der Security Gateway und des WLAN Access Points aber nicht erforderlich sind.

Wer möchte, kann unter „Einstellungen“ den „Cloud Access“ aktivieren. Hier meldet man sich bei UniFi in der Cloud  an, und hat somit jederzeit von außerhalb / mobil Zugriff auf die Einstellungen.

Sollte es der Aktivierung zu einer Fehlermeldung kommen, so bitte auf dem PC mit x64 Architektur auch die 64Bit JAVA Version installieren, sonst vertrödelt man(n) viel Zeit….. 🙂

UniFi ®
UniFi ®
Entwickler: Ubiquiti Networks
Preis: Kostenlos
UniFi
UniFi
Preis: Kostenlos

Bleibt natürlich abschließend die Frage, ob sich der Aufwand eigentlich auch gelohnt hat? Absolut! Anbei die Verbindungsdaten WLAN vom iPhone zum ca. 4 Meter entfernten Access Point:

Als Vergleich die Verbindungsdaten vom exakt gleichen Standort von iPhone und AVM WLAN 1750E, konfiguriert als MESH (gleicher Standort von Fritz!Box 7490 zum UniFi Security Gateway, gleicher Standort vom AVM!Repeater 1750E zum UniFi AccessPoint, alle UniFi Geräte sind ausgeschaltet, damit ist ggf. per WLAN zu keiner Störung kommt):